Reisebericht: AIDAmar

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Da sitze ich nun auf dem Balkon unserer Kabine der AIDAmar und kann es immer noch nicht fassen, welcher Komfort mich hier umgibt.

Ein Kreuzfahrtschiff, höher als ein mehrstöckiges Haus, hatte sich vor uns aufgebaut als wir uns mit dem Auto von Rostock kommend dem Hafen von Warnemünde näherten. Die Fähren neben dem Clubschiff, das für eine Woche mit Urlaubsrefugium sein soll, sahen aus als wären es die dazugehörigen Rettungsboote. Vor dem großen Zelt, das auf dem Parkplatz aufgebaut war, winkte mich ein freundlicher Mensch zu einer Parkposition, half beim Ausladen des Gepäcks, fragte nach der Reservierung für das Auto und mit einer Bestätigung bewaffnet und ohne Gepäck und ohne Autoschlüssel erreichten wir den Schalter, um auf der AIDAmar einzuchecken. Um es vorweg zu sagen, nach der Rückankunft gab es den Autoschlüssel im großen Zelt wieder zurück, beim Einladen des Gepäcks griffen hilfreiche Hände sofort zu und schon konnten wir wieder die Heimfahrt antreten.

Vor dem Betreten des Schiffes gab es ein Glas Sekt und die Bestätigung, wie sehr man sich freut, uns an Bord begrüßen zu können – ein Traumschiffstart kann nicht schöner und aufregender sein.
Auf der Gangway wartete dann der Bordfotograf, um den Augenblick der endgültigen Enterung des Schiffs im Bild festzuhalten.
Hohe Hallen, leise summende Fahrstühle, mit dicken Teppichen ausgelegte Treppenhäuser, blinkende Lüster und erst einmal ein Gewimmel von Passagieren, die ebenso wie wir, den Weg zu ihrer Kabine suchten.

Und nun genieße ich den Blick vom eigenen Balkon auf den Hafen der kleinen hübschen Stadt Warnemünde. Wie von Geisterhand standen unsere Koffer bereits in der Kabine – nur das Auspacken und in den Schrank einräumen musste ich noch selbst erledigen.
Um das Auslaufen nicht zu versäumen, waren wir frühzeitig auf dem oberen Deck. Und dann tauchte die Lasershow das Deck in eine spektakuläre Farbenwelt und die Bordlautsprecher sorgten mit „Sail away“, wie von jetzt an bei jedem Auslaufen aus dem Hafen, für aufregend romantische Emotionen : jetzt beginnt die Fahrt über die Ostsee und zu den Schätzen der Zaren und den Schönheiten der Metropolen rund um das Baltische Meer.

Am ersten Abend auf See bot das Theater nur einen kleinen Vorgeschmack auf die Shows und Auftritte der kommenden Tage. Jeden Abend perfekte Unterhaltung mit absoluten Highlights aus Musicals, Tanz und Schauspiel, atemberaubende Akrobatik und mitreißendes Entertainment. Da lohnte es sich frühzeitig das Buffet zu stürmen um dann rechtzeitig im großen Theater seinen Platz einzunehmen um nur ja nichts zu verpassen.
Ach und da war noch etwas. Wir saßen entspannt beim Abendessen, hatten uns Köstlichkeiten aus der Vielfalt vom Buffet ausgesucht, da kam ein Handwerker, bzw. eine Handwerkerin und wollte über unserem Tisch die Birnen in der Lampe auswechseln. Wir wurden erst höflich gebeten, den Tisch zu verlassen und als wir verdutzte Gesichter machten und erst einmal gar nicht verstanden was das sein soll, wurde der Handwerker etwas grober und direkt handgreiflich. Er müsse die Birne auswechseln, sonst bekäme er wieder Ärger mit dem Kapitän. Die Gäste an den anderen Tischen bogen sich bereits vor Lachen und hatten längst mitbekommen, dass es sich hier um einen Auftritt von Künstlern der Comedy Köln handelte, die immer wieder während der Reise im Laufe des Tages oder am Abend Gäste aufs Korn nahmen und ihre Späße trieben. Ich habe dann mein Dessert „geopfert“, dem Handwerker angeboten und ihn gebeten, die Birne doch ein anderes Mal zu ersetzen. Am nächsten Tag begegnete mir dann der „Handwerker“ wieder mit langen blonden Haaren und einem spitzbübischen Gesicht im Fitnessstudio.

Um das gute Essen nicht mit mehreren Kilos Hüftgold nach Hause zu kommen, ging es jeden Morgen auf den Laufparcours auf dem obersten Deck oder an Seetagen in die großzügige Sauna und anschließend ins Fitnessstudio. Ist einmal etwas ganz anderes so über den Wellen auf dem Fahrrad zu sitzen.

An den anderen Tagen gab es unendlich viel zu sehen und zu bestaunen wie z.B. die „Großstadt“ St. Petersburg. Die Stadt droht im Verkehr zu ersticken, aber wenn man hinaus fährt und schließlich den Katharinen Palast erreicht, versinkt man in die prunkvolle Zeit der russischen Zaren. Als besonderes Bonbon war an unserem Besuchstag das Schloss nur für die Gäste unseres Schiffs geöffnet und wir konnten in angenehm kleinen Gruppen die prächtigen Räume und die Nachbildung des traumhaften Bernsteinzimmers besichtigen.

Ein absoluter Höhepunkt war der Besuch dann am letzten Tag vor der Rückankunft in Warnemünde der Besuch der mittelalterlichen Stadt Tallin. Völlig überrascht war ich von der Schönheit dieser Stadt mit der massiven Stadtmauern und den Wachtürmen, den zahlreichen Kirchen und den alten Gassen mit liebevoll restaurierten Häuschen. Und die Krönung des Ganzen war ein Violinkonzert in der Hauptkirche dieser ganz auf Musik ausgerichteten Stadt.

Nach einer Woche endete meine Traumreise und es wird bestimmt nicht die letzte ihrer Art gewesen sein.

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