Reisebericht: Mein Schiff 2

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Schottland-Kreuzfahrt – Im Glanz des Nordens.

Mein Reisebericht handelt sich über eine 11tägige Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 2 entlang der britischen Inseln, die wir im letzten Jahr unternommen hatten. Ich liebe England und die britischen Inseln, habe sogar schon dort ein halbes Jahr meines Lebens verbracht, in einem Hotel gearbeitet und seitdem zieht es mich immer wieder dorthin, entweder mit dem Bus, dem Schiff oder dem Flieger. Diesmal entschieden wir uns für die mittlere Methode, einer Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 2, die meiner Meinung nach mit zu der schönsten der Meere gehört.

Wir starteten die Reise in Hamburg und schipperten in nicht einmal 48 Stunden nach Invergordon in Schottland. Die kleine Stadt mit ihrem Castle liegt direkt in einem Fjord in Schottland. Man kann hier viele schöne Hafenszenen beobachten und auch die Altstadt macht ihrem Namen alle Ehre. Anders, als in großen Städten, wie Edinburgh oder Glasgow ist hier die Ursprünglichkeit der Region noch erhalten. Wir verbrachten den gesamten Tag in der Hafenstadt, hatten Zeit für Souvenirläden und zum Kaffee trinken. Die einzigartige Bauweise der Häuser und die riesigen steinernen Kirchen machen die Stadt zu einem Touristenziel im Norden von Schottland.

Auf einem weiteren Tag auf See fuhren wir dann weiter in den zweitgrößte Stadt Schottlands, nach Glasgow. Die Großstadtmetropole hat ihre eigenen Gesichter. Das Opernhaus ist besonders schön, doch auch die Altstadt mit ihrem Rathaus und die Einkaufsstraße. Am besten von allen Kirchen gefiel mir die St. Mungo Cathedral, die mit ihrem Turm hoch hinaus über die Stadt schaut. Hier gab es am Nachmittag sogar ein Orgelspiel der Gemeinde, welches eins der schönsten Erlebnisse der Reise war. Bevor die Stadt verließen, schauten wir uns noch die Gallery of Modern Art an, die mit ihren Dauerausstellungen eines der beliebtesten Museen Schottlands ist.
Von Glasgow aus ging es weiter über Nacht ins schöne Irland. Auch hier in Belfast, im Norden der Insel findet man viel Englische Kunst und Kultur. Der nördliche Teil Irlands gehört zum Vereinigten Königreich von Großbritannien. Hier wird auch mit Pfund bezahlt. Belfast ist eine Industrie- und Großstadt im Norden. Das Stadtbild ist eher modern und der Botanische Garten ist ein beliebtes Ausflugsziel und auch die grüne Lunge der Stadt. Oberhalb des Gartens befindet sich das Ulster Museum mit seinen Skulpturen und Gemälden aus aller Herren Ländern. Die Landschaft um die Stadt ist ziemlich grün und von Feldern und Wiesen geprägt, wie der größte Teil der Insel Irland. Trotzdem gibt es auch Großstädte.

Das Schiff fährt weiter nach Dublin, der Hauptstadt Irlands. Im Hard Rock Cafe verbrachten wir einen Nachmittag für uns und auf einem Stadtrundgang sahen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Am Abend ging es wieder über die See hinüber nach Großbritannien und im Morgengrau erreichten wir Liverpool, eine der schönsten und ältesten Städte im Norden Englands. Das Albert Dock ist fast vergleichbar mit der Hafencity von Hamburg. Auch hier wohnt die Elite der Stadt. Das Viertel zählt zu einem der besten von Liverpool. Das Maritime Museum und das Beatles Museum standen auf unserem Plan und liegen ziemlich in der Nähe des Albert Docks. Liverpool Cathedral ist eine der bliebtesten Kirchen der Stadt. Hier schlenderten wir über einen Markt, der einmal wöchentlich aufgebaut wird. Neben Fisch und frischem Obst gibt es hier auch noch andere Delikatessen. Vor unserer Abreise am Abend besuchten wir Speke Hall, ein Anwesen aus der Grafenzeit mit wunderschönen großen Gärten und einer Art Palast.

Von dort aus schippern wir wieder gegen Süden nach Southhampton zum riesigen Kreuzfahrthafen, aus dem auch die Titanic ausgelaufen ist. Schon damals fand hier reges Treiben statt. Man kann immer noch das Titanicmuseum anschauen und einen Blick in die Altstadt genießen, mit ihren kleinen Pubs und den Kirchen, die hier in Südengland einen mystischen Baustil aufweisen. Von Southhampton aus fuhren wir dann wieder nach Hamburg.

Wir mieteten eine Außenbettkabine Kategorie A, mit einem riesigen Fenster, so dass wir auch während der Fahrt auf dem Meer genug sehen konnten. Die Städte zogen also direkt vor uns vorbei und gaben ein nördliches Flair ab. Die Kabine war luftig und ziemlich groß und ein Erlebnis schlechthin. Die Mein Schiff 2 gehört zur TUI Cruises Line. Einem renommierten und führenden Kreuzfahrtunternehmen auf dem Markt. Nicht nur wir hatten eine Doppelaußenkabine. Es gibt auch welche für Singles und sogar Familien. In unserer Kabine gab es neben der Bettcouch und den zahlreichen Minibarangeboten auch noch eine Espressomaschine, einen Flachbildfernseher. An der Bar gab es eine zuverlässinge aber leider extrem teure Wlan-Verbindung. So konnten wir aber zumindest die neuesten Bilder, die wir schossen, gleich im Internet posten.

Neben diesen Kabinen fanden wir sehr schnell heraus, dass es auch Himmel und Meer Kabinen gab, die mit einer Dachterrasse versehen sind. Ein Hochzeitspärchen hatte die Kapitän Suite gebucht, das offizielle Highlight des Schiffes. Dieses Pärchen gab auch ein Fest anlässlich ihrer Hochzeit, mit Capitäns Dinner und Tanz.  Wir bedienten uns auch regelmäßig in der Minibar unserer Kabine. Hier findet man nicht nur Fingerfood, sondern auch Alkohol jeder Art und man kann sich vorstellen, dass so mancher feuchtfröhlicher Abend bei uns nicht vor 2 Uhr geendet hat.

Was die Verpflegung angeht, waren wir genau so zufrieden, wie bei den Kabinen. Es war eine Abwechslung und jeden Abend wieder ein Highlight an die reich verzierte Platte zu treten und sich ein Menü zusammenzustellen. Internationale Speisen gab es genau wie Deutsche und Englische. Neben Fish und Cips, die extra für Englandfans serviert wurden, konnte man jedoch auch Asiatisch essen und sich vom Grill bedienen. Hungrig ging man hier jedenfalls nie ins Bett. Neben dem Hauptrestaurants gibt es auf unserem Schiff natürlich auch jede Menge kleine Lounges, Bars und Cafés, in die man tagsüber gehen kann.

Nach dem Abendessen genossen wir die Unterhaltung auf einer das zahlreichen Bühnen. Hier werden Opern, Shows und sogar bekannte Musicals aufgeführt. Bei uns lief gerade Tarzan, welches genau so gut war, wie das Original, welches wir uns einmal in Hamburg angesehen hatten. Die Darstellung luden uns zu musikalischen Abenteuern ein und wir ließen uns an allen 11 Abenden verzaubern. Glücklicherweise gab es auf unserem Schiff keine besondere Anzugsordnung. Man konnte also im leichten Sommerkleid bei der Wärme der letzten Tage in die Oper gehen und musste sich in kein Kostüm zwängen. Das ist ein Vorteil bei solchen Schiffen.

An den drei Tagen, die wir auf der offenen See verbrachten, entschieden wir uns für ein ausgedehntes Wellnessprogramm an Bord, eine Vorstellung im Kino und jede Menge Sport in einem der Fitnessstudios auf dem Schiff. Neben den zahlreichen Sportgeräten gibt es ganz in der Nähe eine Finnische Sauna mit Aufgüssen. In den Pool überbrückten wir die Nachmittagsstunden und schwammen unsere Runden. Einmal kam sogar ein Bademeister, der gerade Pause zu haben schien und lud uns auf einen Drink ein. So konnten wir endlich mal wieder Englisch sprechen und plauderten fast ein ganzes Stündchen mit einem schönen Hawaiicocktail vor uns mit einem blauen Sonnenschirmspießer. Es war ein Sommerabenteuer und die Hitze passte ganz gut zu unserer Reise. Obwohl es in Großbritannien auch im Sommer nicht so warm wird, wie in Italien oder Spanien. Wir hatte nahezu 25 °C und nur einmal am ersten Tag in Schottland regnete es. Die Inseln zeigten sich also von ihrer besten Seite.

Am letzten Tag fiel uns ein, dass wir auch noch einmal shoppen gehen müssen, denn ihr wisst, bei den Frauen ist ein Urlaub ohne Shopping nur ein halber Urlaub. Also wandelten wir durch die zahlreichen Shops, kauften uns neue Sportschuhe und blieben in einem Schmuckatelier hängen, in der es Goldketten jeglicher Preise gab. Der Service auf dem Schiff war einfach wunderbar. Es wurde uns jeder Wunsch von den Augen abgelesen.

Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht. Wenn auch DU einen Reisebericht bei Kreuzfahrtreisen.de veröffentlichen möchtest, würden wir uns riesig freuen. Sende uns doch einfach eine Email mit Deinem Reisebericht zu oder nutze folgenden Link.

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