Reisebericht AIDA Luna Transatlantikkreuzfahrt

Wir hatten schon auf Schiffen die Mosel und den Rhein bereist, doch die Weltmeere waren bislang nur ein schöner Traum, bis wir zur Silberhochzeit von den Kindern und Freunden eine Reise nach New York geschenkt bekommen haben.

Erst dachte ich, dass wir jetzt in den Flieger steigen und schon geht es ab nach New York, doch ich wurde eines Besseren belehrt, denn die Tickets enthielten eine mehrtägige Kreuzfahrtreise mit dem Schiff. Natürlich ging dann gleich die Lästerei los, denn mein Mann wurde gefragt, wann er wohl mal einen Drink mit Beatrice nehmen würde. Bei mir musste es gleich Kapitän Victor Burger sein, sodass ich manchmal den Eindruck hatte, dass viele glaubten, Sascha Hehn wäre wirklich der Kapitän unseres Kreuzfahrtschiffes.

Unsere Freunde hatten sich für uns die Reise mit der AIDA Luna und eine wirklich tolle Route entschieden. Die Kreuzfahrt startete in Hamburg, weiter nach Bergen, Klaksvik, Reykjavik, St. Johns, Halifax und dann erst kommt man in New York an. So kann man interessante Länder wie Norwegen, Island oder Kanada kennenlernen und kommt erst nach 15 Tagen in New York an. Also ich kann eine Sache wirklich versichern, auch wenn einige meiner Freunde das immer noch nicht glauben wollen, aber Beatrice hat uns wirklich nicht in Hamburg an Bord begrüßt. Aber auf dem Schiff gab es viel nettes und zuvorkommendes Personal, so dass man sich wie auf dem Traumschiff fühlen kann.

Ich muss gestehen, das Schiff kommt einem nicht wie ein großes Hotel vor, sondern wie eine kleine schwimmende Stadt, in der man einkaufen oder ins Kino gehen kann. Es gab wunderbare Restaurants und ein tolles Unterhaltungsprogramm. Unsere Kabine war wirklich sehr nett und das absolute Highlight war der Balkon, den wir niemals bei der Schiffsreise erwartet hatten. Das ist wirklicher Luxus und der Blick aufs Meer vom Balkon ist ein so unvergessliches Erlebnis, dass mein Mann einige Videos davon gemacht hat.

Wir hatten in unserer Kabine nur ein normales Doppelbett, aber Tischnachbarn bei den Mahlzeiten haben erzählt, das es auch Kabinen mit Balkon gab, in denen sogar 4 Betten zu finden sind. So gab es eine Familie aus Wuppertal, die diesen Service für die Reise genutzt haben. Wirklich von Vorteil ist es, wenn man immer wieder auf einen Schiffsplan schauen kann, denn die vielen Gänge und Decks des Schiffs machen es auf den ersten Blick total unübersichtlich, aber man findet immer wieder nettes Personal, dass einem den Weg weist. Öffnet man am Morgen die Tür zum Balkon und kommt die frische Meeresbrise in die Kabine, das ist wunderbar, und wenn man dann die Weite des Meeres sieht, das ist wirklich Urlaubsfeeling pur.

Am ersten Tag ging es von Hamburg direkt aufs Meer und am zweiten Tag kann man sich erst einmal ans Schiff gewöhnen, denn hier kann noch kein Hafen angefahren werden. Wir haben erst mal die tolle Saunalandschaft genutzt und uns über die vielfältigen Sportangebote informiert. Über die vielen interessanten Bordveranstaltungen wussten wir nun Bescheid und konnten uns überlegen, welche wir besuchen wollten. Auf jeden Fall hat uns das Kino an Bord interessiert und mein Mann wollte sich direkt erst einmal die Bibliothek des Schiffs anschauen.

Ich glaube eine Schiffsreise ist nichts für Menschen die eine strenge Diät machen wollen oder die sich fürs Heilfasten entschieden haben. Die vielen Restaurants und die leckeren Mahlzeiten und Snacks zu jeder Tageszeit sind wirklich eine Versuchung, der vor allem mein Mann überhaupt nicht widerstehen konnte. Sitzt man zu Hause ganz gemütlich auch mal in legerer Kleidung am Esstisch, so macht es auf einem Kreuzfahrtschiff wie diesem totalen Spaß sich zu den Mahlzeiten richtig schön zu kleiden. Vor allem die Abendmahlzeit wurde zu einem eleganten Ritual für uns beide, dass wir wirklich genossen haben, denn keiner wollte pünktlich um 20.15 Uhr noch den Anfang einer Show oder eines Krimis im Fernsehen anschauen. Generell fühlte man sich so frei, denn man konnte sich einfach nur bestens verwöhnen lassen und alle Tage so richtig genießen. Da war der Blick auf die norwegischen Fjorde ein wunderbares Erlebnis und als wir erst im Hafen von Bergen ankamen, da war man in einer anderen Welt.

Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt um uns das norwegische Bergen anzuschauen und mein Mann hat wieder seine Kamera für all die schönen Sehenswürdigkeiten als Motive mitgenommen. Ein Besuch auf dem Fischmarkt, die Marienkirchen oder das Hanseviertel Bryggen, das wurden wieder viele Aufnahmen, die sich später Kinder und Freunde anschauen konnten. Der nächste Tag auf See war wieder so wunderbar zum Faulenzen gemacht und auf dem Balkon sitzend hat mein Mann den Nachmittag lesend verbracht, während ich mit der netten Familie aus Wuppertal die Qualitäten der Tortenbäcker getestet haben. Der nächste Hafen war in Klaksvík, wo man das Zentrum der Nordinseln besuchen konnte. Nicht gerade eine große Metropole, aber die Natur ist ganz interessant und wenn man die Christianskirche mit dem 4000 Jahre alten Taufstein gesehen hat, dann ist vielleicht noch das Museum der Stadt interessant. Eine kleine Hafenstadt mit viel Charme, aber auf dem Schiff ist vergleichsweise mehr Unterhaltung und Leben als in Klaksvík.

Da war die Vorfreude schon größer als es hieß, dass wir nach einem Tag auf See am nächsten Tag in den Hafen von Reykjavik einlaufen können. Mal einen Besuch im interessanten Nationalmuseum, aber auch die Nationalgalerie erwies sich als sehr lehrreich. Mein Mann knipste die Domkirche und auch die Gebäude der Universität konnten später von unseren Freunden betrachtet werden. Auf der Laugavegur waren wir auf der Suche nach schönen Souvenirs für die Kinder, doch die Suche verlief leider erfolglos. Nach drei vergnüglichen Tagen auf See war die erste Station in Kanada die Stadt St. Johns. Eine Provinzhauptstadt, die wirklich einige interessante Gebäude zu bieten hat. Vom Inco Innovation Building bis zum Cabot Tower auf dem Signal Hill, hier gab es für meinen Mann wieder einige schöne Fotomotive.

Und wieder nach einem Tag auf See ging es nach Halifax, das auch in Kanada liegt. Die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia ist mit seinen fast 400000 Einwohner ein ganz interessantes Reiseziel. Hier kann man einige sehenswerte Gebäude besichtigen und mein Mann konnte wieder seine Kamera nutzen. Als wir den Hafen von Halifax verließen, war da schon die Vorfreude auf das große Ziel, denn nach einem weiteren Tag auf See sollte endlich der Hafen von New York erreicht werden. Wie schon viele Generationen von Einwanderern würden auch wir die Freiheitsstatue vom Meer aus sehen, ehe wir unseren Traum wahr werden lassen konnten, endlich einmal ein paar Tage im wunderbare New verbringen zu können. Zum Glück war am Tag der Ankunft in dieser Stadt das Wetter einfach toll und so konnten wir an Deck stehen und uns zusammen mit der Familie aus Wuppertal die Fahrt vorbei an der Freiheitsstatue erleben. Ein unvergessliches Erlebnis und auch wenn wir hier nicht auf eine neue Zukunft und ein sicheres Leben hofften, so hat man Mann hiervon unbedingt ein Video gedreht. Ist man mit dem Flugzeug viel schneller wäre, die Reise mit der AIDAluna war so toll, dass wir sie gerne wiederholen würden.

 

 

VielenDank für diesen Reisebericht an Susanne K.

 

 

 

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