Reisebericht – Mit der AIDA Sol von Hamburg nach Nordirland

Mit der AIDAsol von Hamburg nach Nordirland

Lange schon war es mein Wunsch, eine Kreuzfahrt zu buchen. Bisher allerdings war mein Mann dagegen. Es waren die typischen Vorurteile, wie, eine Kreuzfahrt wäre nur etwas für Rentner oder man würde sowieso nur an Gewicht zu nehmen, weil man außer Essen auf dem Schiff ja nichts weiter machen könnte.

Da mein Mann aber ein großer Fan des Nordens ist, kam mir die Idee, einfach eine entsprechende Kreuzfahrt zu wählen. Also nicht durch Mittelmeer oder die Kanaren. Mein Geburtstagsgeschenk an ihn war eine Kreuzfahrt für zwei Personen nach Nordirland mit der neuen AIDAsol.

Schon beim Einchecken waren wir tief beeindruckt von der Größe des Schiffes. Es war quasi wie eine kleine Stadt. Hier gab es wirklich alles. Aber dazu später, denn zuerst wollten wir natürlich in unsere Kabine. Ich hatte mich bei der Buchung für eine sogenannte Balkonkabine entschieden. Diese sollten ein wenig größer als die Innenkabinen sein und boten eben einen wunderschönen Ausblick.

Klar ist bei so einer Schiffskabine alles auf engstem Raum untergebracht, trotzdem waren wir angetan von unserer Unterkunft. Gleich vorn ein Schrank zum Unterbringen der Kleidung, in ihm befand sich sogar ein kleiner Safe und unsere Rettungswesten.
Auch ein Schreibtisch und ein Sessel befanden sich im Raum. Auf dem Schreibtisch das Telefon und in der Ecke stand, sehr zur Freude meines Mannes, ein Flachbild-Fernseher.

Insgesamt gab es viele Ablagemöglichkeiten und genügend Steckdosen.
Unter dem Doppelbett konnten wir wunderbar unsere Koffer verstauen, so standen sie in der kleinen Kabine nicht im Weg. Das Bett war übrigens sehr bequem und die beiden Nachttischlampen sind sehr praktisch.
Das Badezimmer ist klein aber es ist alles da, was man braucht und sogar Handtücher und zwei weiche Bademäntel lange für uns bereit.

Sehr angetan waren wir vom Balkon. Dieser konnte über eine Schiebetür erreicht werden. Hier es gab einen kleinen Tisch und zwei gemütliche Stühle. Wenn man möchte, kann man eine bereitliegende Hängematte spannen, wir wollten das nicht.
Nach der üblichen Seenotrettungsübung machten wir uns daran, uns die einzelnen Decks näher anzusehen. Jedes einzelne Deck zu beschreiben würde hier wohl den Platz sprengen.

Über das Deck 3 wird das Schiff betreten und verlassen. Zudem liegt hier auch das Bord-Hospital, welches wir glücklicherweise nie brauchten. Eine Bar und die Tauchstation gibt es auf diesem Deck auch noch.
Deck 4 bis 8 waren hauptsächlich die Kabinen, wobei auf Deck 5 auch die Rezeption liegt. Dort gibt es auch einen Internetpunkt und sogar Drucker zur freien Nutzung. Auch auf Deck 5 ist der Kids Club. Da wir aber ohne Kinder reisten, können wir dazu nichts weiter schreiben. Niedlich war aber auf jeden Fall der kleine Kinderpool zum Planschen mit einer Rutsche.
Ganz praktisch war der Waschsalon auf Deck 7. Für einen Euro je Waschladung konnten wir dort schnell mal unsere Sachen waschen.

Das Deck 9 war dann frei von Kabinen. Hier gab es verschiedene Shops, in ihnen konnte man wirklich so ziemlich alles kaufen, wie in einer kleinen Einkaufsstraße. An der Sol Bar saßen wir fast täglich, es war einfach gemütlich und das Personal insgesamt extrem freundlich und aufmerksam. Auf diesem Deck gab es auch ein Restaurant eine Vinothek und das Theatrium.
Die Aida Lounge auf Deck ist absolut toll. Die Atmosphäre einzigartig und daher ist sie auch immer gut besucht. Aus den roten Sofas wollte ich gar nicht mehr aufstehen.

Auch im Casino haben wir unser Glück versucht, leider ohne einen Millionengewinn. Auf diesem Deck gibt es einige gastronomische Einrichtungen, für Abwechslung beim Essen ist also gesorgt.
Naja, bevor es hier zuviel wird, auf Deck 11 bis 15 gab es noch ein wundervolles Spa, ein 4D-Kino, verschieden Restaurants und natürlich die Pools sowie die VIP-Kabinen. Außerdem waren hier unzählige Möglichkeiten Sport zu treiben. Wir haben vor allem den Jogging-Parcours oft genutzt.

Aber nun mal zum Wichtigsten nämlich unserer 14-tägigen Fahrt.
Absolutes Glück hatten wir gleich zu Beginn mit dem Wetter. Schon nach einem knappen Tag erreichten wir Bergen. Dort gingen wir auch gleich an Land und besuchten den Fischmarkt. Wieder an Bord vertrieben wir uns tatsächlich hauptsächlich die Zeit in den Bars und Restaurants, sodass ich schon befürchtete ich müsste mir einem neuen Badeanzug in einen der Shops kaufen.
Das Meer war so wunderschön ruhig und einfach unglaublich blau.
Unser nächster Aufenthalt war dann in Andalsnes. Einige machten eine Panorama-Fahrt mit. Wir erkundeten lieber die Umgebung, man muss ja nicht alles buchen. Die Landschaft Norwegens ist atemberaubend schön, so viele Fotos hatte ich lange nicht geschossen.

Am Nachmittag legten wir im Moldes an. Die “Stadt der Rosen” trug ihren Namen nicht ohne Grund. Gerade noch am Vormittag hatten wie schneebedeckte Berge bewundert, hier nun blühten unzählige Blumen in allen Farben. Wir konnten uns kaum sattsehen.
Mein Mann fand natürlich auch das Fußballstadion, das Aker Stadion, richtig toll.
Dann aber ging es mit der AIDAsol weiter zum Nordkap.
Eines muss ich aber auch gestehen. In den ersten Tagen auf dem Schiff habe ich mich leider mehr als nur einmal verlaufen. Diese vielen Decks und überall Leute und es gibt so viel, was einen ablenkt. Aber ich glaube, ich war nicht die Einzige, denn ich sah einige Leute umherirren und die Besatzung half immer gern, wenn auch mit einem kleinen Schmunzeln.
Glücklicherweise aber verpasst ich nicht die atemberaubende Fahrt an der Nordküste Norwegens entlang. Das Panorama war so umwerfend, dass ich sogar in der nächsten Nacht davon träumte.
Das Kreuzfahrtschiff legte am Abend in Honningsvag an und um 21:45 Uhr begann unser Ausflug zum Nordkap. Die Fahrt dahin dauerte etwa 45 Minuten mit dem Bus. Hier war er dann auch wieder, der Schnee auf den Plateaus. Auch die Nordkapelle ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Die Sonne hat sehr gut mitgespielt und 5 Tage gab es ja sowieso keine Nacht. Weit nach Mitternacht ist die AIDAsol wieder ausgelaufen und ich muss ehrlich sagen, ich hatte Tränen in den Augen, so beeindruckend was das Nordkap.
Auf dem Kreuzfahrtschiff kam keine Langeweile auf. Unser Lieblingsort war das Spa. Entspannung pur. Zwar musste man einiges extra buchen aber das lohnt sich.
Kurz nach 9 Uhr am Morgen des 8.6. waren wie dann in Akkureyri angekommen. Die Fahrt dorthin führte uns durch den Fjord Eyjafjörður.

Mit einem Mietwagen fuhren wir in Akkureyri zum Myatn, auch Mückensee genannt und zum Wasserfall Godafoss. Der See trägt seinen Namen übrigens nicht ohne Grund, wie wir durch gefühlte 1000 Mückenstiche lernen durften. Allerdings haben uns die Krater des Vulkans Hverfell gut entschädigt, denn so etwas sieht man nicht alle Tage.
Besucht haben wie bei unserem Landausflug auch in Hverarönd die Schlammlöcher und heißen Quellen und natürlich den größten Wasserfall Europas den Dettifoss.
Anschließend ging es wieder an Bord, wo wir uns dann auf eine fast gut eintägige Fahrt nach Reykjavik. Mit einem Transferbus sind mein Mann und ich in die City gefahren. Auch einen Abstecher zur Bláa Lónið ( Blaue Lagune) haben wir dort unternommen. Gut, das wir Badesachen dabei hatten, das Wasser der Lagune ist einfach nur wunderbar.
Leider legten wie um 17:30 Uhr wieder ab und machten uns auf den dreitägigen Rückweg nach Hamburg.
Der Weg zurück verlief ohne Zwischenhalt und trotzdem verging die Zeit als wären wir mit einem Flugzeug und nicht mit dem Schiff unterwegs gewesen.

Wir haben Sport getrieben uns aber auch vielen kulinarischen Genüssen hingegeben oder uns in der Bibliothek umgesehen. Auch probierten wir den FKK-Bereich im Spa aus und genossen den atemberaubenden Blick auf das Meer.
Leider verging die Zeit viel zu schnell, unsere nächste Kreuzfahrt ist aber schon geplant. Übrigens habe ich tatsächlich 2 Kilogramm zugenommen, die aber schnell wieder abgelaufen waren. Das war es in jedem Fall wert.

 

 

 

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